Fußball EM 2016

em-2016-logoDie Fußball-EM 2016 in Frankreich

Die Europameisterschaft 2016 ist die insgesamt 15.Auflage dieses Turniers. Als Titelverteidiger tritt dabei die spanische Nationalmannschaft an. Gemeinsam mit Deutschland ist Spanien gleichzeitig auch der Rekordtitelträger. Die französische Nationalmannschaft könnte mit einem Triumph in der Heimat allerdings ebenfalls ihren dritten Titel erringen. Mit insgesamt neun Endrundentoren ist zudem der Franzose Michel Platini bis heute der Rekordtorschütze bei Europameisterschaften. Von den noch aktiven Spielern kommt ihm dabei Zlatan Ibrahimovic mit bisher sechs Treffern am nächsten.

Der neue deutsche Kapitän Bastian Schweinsteiger könnte sich außerdem an die Spitze der Rekordspieler setzen. Bisher kommt er auf 13 EM-Endrundenspiele. Damit liegt er nur drei Einsätze hinter den Rekordhaltern Lilian Thuram und Edwin van der Saar. Ebenfalls in die Geschichtsbücher eingehen würde der spanische Torwart Iker Casillas, sollte er zum fünften Mal an einer EM-Endrunde teilnehmen. Damit wäre er alleiniger Rekordhalter. Der Sieger des Turniers darf sich am Ende nicht nur vier Jahre lang als Europameister bezeichnen, sondern qualifiziert sich auch für den Konföderationen-Pokal 2017 in Russland.

Die neuen EM-Trikots 2016

Anders sieht es bei den Trikots der deutschen Nationalmannschaft aus. Diese wurden zwar offiziell auch noch nicht der Öffentlichkeit vorgestellt, erste Fotos sind aber bereits bekannt geworden. Demnach werden die deutschen Spieler in ihrem Heimtrikot komplett in weiß auflaufen. Ergänzt wird das Shirt lediglich durch einen schwarz-rot-goldenen Rand an den Ärmeln und die eingestickten Zahlen 1972, 1980 und 1996 beziehungsweise 1954, 1974, 1990 und 2014. Fußballfans wissen natürlich, dass dies die Jahreszahlen der bisherigen Titelgewinne sind. Zentral auf dem Trikot platziert ist zudem das FIFA-Emblem, das den aktuellen Weltmeister symbolisiert. Weiß als Farbe ist dabei vermutlich kein schlechtes Omen. Alle deutschen Titel wurden in weißen Trikots gewonnen.

Deutschlandtrikot 2016

Deutschlandtrikot 2016

Das Auswärtstrikot hingegen dürfte für größere Diskussionen sorgen. Von den klassischen grünen Shirts sind lediglich noch die grünen Ärmel übrig geblieben. Die Brust dagegen ist grau, mit schwarzen eingewebten Streifen. Wem das nicht gefällt, kann das Trikot auch herumdrehen, dann wird es gelb. Die Konzipierung als Wendetrikot wollen die Designer dabei als Hommage an den Freizeit- und Amateurfußball verstanden wissen. Auch die eingestickten Wörter „Bolzen“ und „Pöhlen“ sollen diese Ausrichtung unterstreichen.

Away Deutschland Trikot 2016

Away Deutschland Trikot 2016

Hier wird gespielt bei der Europameisterschaft 2016

Als Austragungsort der kontinentalen Titelkämpfe wurde Frankreich ausgewählt. Das Land profitierte dabei von gestiegenen Anforderungen an den Gastgeber, die dafür sorgten, dass sich mehrere interessierte Verbände bereits vor der eigentlichen Vergabe wieder zurückziehen mussten. Letztlich setzte sich Frankreich dann in einer Abstimmung gegen Italien und die Türkei durch. Insbesondere das Ergebnis in der finalen Abstimmung zwischen Frankreich und der Türkei fiel dabei mit 7:6 denkbar knapp aus. Die Wahl Frankreichs sorgte dann auch für Kritik, weil das Land nach 1960 und 1984 bereits zum dritten Mal eine EM-Endrunde ausrichtet, während die Türkei noch nie als Gastgeber auftreten durfte. Besonders bitter dabei: Der türkische Verband war bereits mit Bewerbungen für die EM-Endrunden 2008 und 2012 gescheitert.

Frankreich verfügt, nicht zuletzt dank der Fußball-Weltmeisterschaft 1998, über eine ausgezeichnete Stadion-Infrastruktur. Das erste Spiel am 10. Juni und das letzte Spiel am 10. Juli werden dabei in Paris im Stadion Saint Denis stattfinden. Bei der Nominierung der übrigen Spielstätten kam es zu einigem hin und her. Abweichend von der ursprünglichen Planung wird die Endrunde nun in insgesamt zehn Stadien stattfinden. Neben Saint Denis wird dabei auch der Pariser Prinzenpark genutzt. Außerdem kommen die Stadien in Nizza, Toulouse, Saint-Étienne, Bordeaux, Lens, Lille, Lyon und Marseille zum Einsatz. Geographisch sind die Stadien somit einigermaßen gleichmäßig verteilt, nur im Nordwesten des Landes müssen die Einwohner auf ein eigenes EM-Stadion verzichten.

 

EURO 2016

EURO 2016

Das ist neu bei der EM 2016

Erstmals werden bei der EM-Endrunde 2016 24 Teams vertreten sein. Damit erreicht eine schon länger anhaltende Entwicklung ihren vorläufigen Höhepunkt. Denn ursprünglich wurden im Rahmen der Endrunde nur die Halbfinals und das Finale ausgetragen. Das Teilnehmerfeld war mit vier Mannschaften also überschaubar. Erst 1980 steigerte man die Zahl der Teilnehmer auf acht, 1996 dann auf 16 Teams. Nun hat UEFA-Präsident Michel Platini die erneute Erhöhung durchgesetzt. Hintergrund dürfte sein, dass auch bei der UEFA jedes Land über eine Stimme verfügt. Platini dürfte bei einer möglichen Wiederwahl also davon profitieren, dass nun mehr Verbände die Chance auf eine erfolgreiche EM-Qualifikation haben. Inzwischen hat der Franzose allerdings bereits angekündigt, für den Posten des FIFA-Präsidenten kandidieren zu wollen.

Das größere Teilnehmerfeld macht allerdings auch einen neuen Modus notwendig. Dabei musste das Rad allerdings nicht komplett neu erfunden werden, sondern man konnte auf ein bei Weltmeisterschaften erprobtes System zurückgreifen. Diese fanden von 1982 bis einschließlich 1994 ebenfalls mit 24 Mannschaften statt. Ein möglicherweise gutes Omen für die deutsche Nationalmannschaft: Bei der Europameisterschaft 2016 kommt derselbe Modus zum Einsatz wie bei der Weltmeisterschaft 1990 in Italien, bei der Deutschland den Titel erringen konnte. Die 24 Mannschaften werden zunächst in sechs Vierergruppen aufgeteilt. Die beiden Gruppenersten sind dann in jedem Fall für das Achtelfinale qualifiziert, hinzukommen noch die vier besten Gruppendritten. Ab dem Achtelfinale finden dann alle Spiele im KO-Modus statt. Auf das bei Weltmeisterschaften übliche Spiel um Platz Drei wird allerdings verzichtet.

Wer nimmt teil an der Europameisterschaft 2016?

Die EM 2016 Teilnehmer

Bisher als einziger schon sicher für die EM-Endrunde qualifiziert ist Gastgeber Frankreich. Die restlichen 53 UEFA-Nationalmannschaften kämpfen noch in neun Qualifikationsgruppen um das begehrte EM-Ticket. Die Qualifikation hat dabei bereits am 07. September 2014 begonnen und endet am 17. November 2015. Schon jetzt ist absehbar, dass sich diesmal auch einige eher unbekannte Mannschaften qualifizieren werden. Dies liegt nicht nur an der gestiegenen Teilnehmerzahl, sondern auch an den überraschend starken Leistungen einiger Underdogs. So führt beispielsweise die isländische Nationalmannschaft ihre Gruppe an. Selbiges gilt für die Teams aus der Slowakei und Wales. Auf der anderen Seite haben einige etablierte Nationen noch nicht wirklich ihre Form gefunden. Am deutlichsten wird dies beim WM-Dritten aus den Niederlanden. Die Oranje-Truppe verlor nicht nur 0:2 gegen Island, sondern muss sich auch nach nur einem Jahr bereits wieder einen neuen Trainer suchen. Guus Hiddink warf nach mehreren enttäuschenden Auftritten das Handtuch. Auch die bei der EM-Vergabe leer ausgegangenen Türken und die WM-Teilnehmer aus Bosnien müssen aktuell stark um eine EM-Teilnahme zittern.

Nr.NationInfosEndrunde-Gruppe
1Frankreich Gastgeber
2Erster Gruppe A
3Zweiter Gruppe A
4Erster Gruppe B
5Zweiter Gruppe B
6Erster Gruppe C
7Zweiter Gruppe C
8Erster Gruppe D
9Zweiter Gruppe D
10Erster Gruppe E
11Zweiter Gruppe E
12Erster Gruppe F
13Zweiter Gruppe F
14Erster Gruppe G
15Zweiter Gruppe G
16Erster Gruppe H
17Zweiter Gruppe H
18Erster Gruppe I
19Zweiter Gruppe I
20Bester Dritter nach Punkten
21Sieger Playoff Nr. 1 (Dritter Gruppe x)
22Sieger Playoff Nr. 2 (Dritter Gruppe x)
23Sieger Playoff Nr. 3 (Dritter Gruppe x)
24Sieger Playoff Nr. 4 (Dritter Gruppe x)

Die deutsche EM-Qualifikation in der Gruppe D

Wer gerade erst Weltmeister wurde und dabei nacheinander Frankreich, Brasilien und Argentinien schlug, für den sollte eine Qualifikationsgruppe mit Schottland, Polen, Irland, Georgien und Gibraltar eigentlich kein großes Problem darstellen. Doch bisher tut sich die deutsche Nationalmannschaft noch schwer – auch wenn die EM-Teilnahme nicht ernsthaft gefährdet ist. Aber bereits am zweiten Spieltag kassierte man in Warschau eine 0:2-Niederlage. Drei Tage später kam die deutsche Mannschaft zudem zu Hause gegen Irland nicht über ein 1:1 hinaus. In beiden Spielen wirkte der Gegner deutlich frischer und motivierter. Das Gruppenpflichtprogramm absolvierte Deutschland dann allerdings mehr oder weniger souverän: Gegen Georgien und zweimal gegen Gibraltar gewann man deutlich. Auch das Auftaktspiel gegen Schottland konnte erfolgreich gestaltet werden.

 

 TeamSpieleGUVToreDiff.Punkte
1Polen Polen64220:3+1714
2Deutschland Deutschland641116:4+1213
3Schottland Schottland632112:6+611
4Irland Irland623113:6+79
5Georgien Georgien6154:12-83
6Gibraltar Gibraltar661:34- 330

 

Zum neuen Kapitän im Deutschlandtrikot wurde dabei Bastian Schweinsteiger bestimmt. Auch sonst setzte Bundestrainer gerade in den Qualifikationsspielen auf bewährte Kräfte aus dem WM-Kader. Bester deutscher Torschütze bisher ist Thomas Müller mit fünf Treffern. Noch zielsicherer war allerdings sein Teamkollege im Vereinstrikot Robert Lewandowski. Dieser war bereits siebenmal erfolgreich und hatte so maßgeblichen Anteil daran, dass Polen die Tabelle momentan, mit einem Punkt Vorsprung auf Deutschland, anführt.

Wer spielt für Deutschland bei der Europameisterschaft?

Auf drei Weltmeister muss Joachim Löw in Frankreich auf jeden Fall verzichten. Stürmer Miroslav Klose, Mannschaftskapitän Philip Lahm und Abwehrspieler Per Mertesacker entschlossen sich nach dem WM-Finale von Rio ihre Nationalmannschaftskarrieren zu beenden. Auch Ersatztorwart Roman Weidenfeller dürfte in Frankreich nicht erneut dabei sein. Neben fest gesetzten Spielern wie Manuel Neuer im Tor, Mats Hummels und Jerome Boateng in der Abwehr, Bastian Schweinsteiger und Toni Kroos in der Zentrale und Thomas Müller und Marco Reus in der Offensive gibt es aber auch einen breiten Pool an Spielern, die noch um ihre Nominierung kämpfen müssen. Löw hat bereits angekündigt, bei der endgültigen EM-Nominierung streng auf Leistung zu achten und keine Verdienste aus der Vergangenheit mit einfließen zu lassen.

Einige der Kandidaten haben daher zuletzt versucht durch Vereinswechsel ihre Chancen auf gute Leistungen und eine Nominierung zu erhöhen. So wechselte Andre Schürrle zurück in die Bundesliga zum VFL Wolfsburg. Mario Gomez und Lukas Podolski wiederum versuchen einen sportlichen Neuanfang in der Türkei. Sami Khedira brach zudem seine Zelte in Madrid ab und schnürt seine Fußballschuhe zukünftig für den Champions-League-Finalisten Juventus Turin. Insbesondere auf den Außenverteidigerpositionen und im Sturm ist der Bundestrainer aber auch auf der Suche nach neuen Alternativen. So wurden seit der WM mit Antonio Rüdiger und Jonas Hector zwei junge Verteidiger an das Team herangeführt. Im Sturm wurden zudem Kevin Volland und Max Kruse wieder in die Mannschaft berufen.

Diese Prämien winken den deutschen Nationalspielern

Eigentlich sollte die EM-Qualifikation für eine deutsche Nationalmannschaft eine Selbstverständlichkeit sein. Nur ein einziges Mal scheiterte man bereits in der Qualifikation: 1960 kam die deutsche Mannschaft rund um Günter Netzer in Albanien nicht über ein 0:0 hinaus und verpasste damit das Turnier in Italien. Damit so etwas nicht wieder passiert, hat der DFB Prämien für eine erfolgreiche EM-Qualifikation ausgelobt. Im Falle einer Endrundenteilnahme wird jeder Spieler pro Nominierung für ein Qualifikationsspiel 20.000 Euro erhalten. Ob der Spieler dann tatsächlich zum Einsatz kommt ist unerheblich. Wer also bei allen zehn Qualifikationsspielen im Kader stand, kommt auf die Maximalsumme von 200.000 Euro.

Die Prämien für das eigentliche Turnier werden aus Aberglauben erst nach der erfolgten Qualifikation ausgehandelt. Die Spieler werden dabei durch ihren Kapitän Bastian Schweinsteiger und den Spielerrat vertreten. Auf Seiten des DFB verhandelt zumeist der Generalsekretär. Vor der Weltmeisterschaft 2014 einigte man sich in dieser Runde beispielsweise auf eine Titelprämie von 300.000 Euro pro Spieler im Kader. Eine Summe, die der DFB dann letztlich gerne gezahlt haben dürfte.

Wo gibt es die EM 2016 im TV zu sehen?

Für die deutschen Fernsehzuschauer brachte die EM-Qualifikation auch eine Neuerung mit sich. Die zum ersten Mal für die zentrale Vergabe der TV-Rechte zuständige UEFA verkaufte die Bilder der deutschen Spiele nämlich an RTL. Erstmals wurden Pflichtspiele der deutschen Nationalmannschaft damit im Privatfernsehen übertragen. Die Freundschaftsspiele kamen allerdings wie gewohnt weiterhin bei den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF. Auch die EM-Endrunde wird ausschließlich auf diesen beiden Kanälen laufen. Die Rechte daran ließen sich die gebührenfinanzierten Sender rund 180 Millionen Euro kosten. Zu den Übertragungen wurden bisher noch keine Details bekannt gegeben. Es ist aber davon auszugehen, dass nicht nur die deutschen, sondern alle Europameisterschaftsspiele im Free-TV gezeigt werden.

Maskottchen und Motto der Europameisterschaft 2016

Kaum eine Großveranstaltung kommt noch ohne ein eigenes Motto und Maskottchen aus. Dies ist auch bei der Europameisterschaft in Frankreich nicht anders. Der Slogan der Veranstaltungen lautet dabei „Le Rendez-Vous“. Damit soll auf die Bedeutung des Turniers über die Fußballspiele hinaus hingewiesen werden. Denn Frankreich wird während der Europameisterschaft auch zu einem Treffpunkt für Fußballfans aus ganz Europa. Diese wiederum kommen dann vor Ort auch mit der französischen Kultur und Lebensweise in Kontakt. All dies kommt in dem Motto „Le Rendez-Vous“ zum Ausdruck. Entwickelt wurde der Slogan vom französischen Fußballverband in Zusammenarbeit mit dem Sportministerium. Im Oktober 2013 wurde er der Öffentlichkeit präsentiert.

Auf der Suche nach einem Namen für das Turniermaskottchen ging man hingegen beinahe basisdemokratisch vor. Die französischen Fußballfans konnten per Internetabstimmung zwischen Goalix, Driblou und Super Victor wählen. Eine Mehrzahl der mehr als 100.000 Teilnehmer entschied sich schließlich für Super Victor. Das Maskottchen selbst ist dabei eine Mischung aus einem fußballspielenden Jungen und einem Superhelden. Es kam am 18. November 2014 bei einem Freundschaftsspiel gegen Schweden erstmals zum Einsatz und wird fortan bei allen wichtigen Terminen – von der Auslosung über das Eröffnungsspiel bis zum Finale – vertreten sein.

Der Spielball bei der EM

Vor jedem großen Turnier entwickelt Adidas stets einen neuen Ball. Präsentiert wird dieser zumeist im Rahmen der Auslosung, die diesmal am 12. Dezember 2015 in Paris stattfinden wird. Weitere Details sind bisher aber noch nicht bekannt. Der momentan in den Qualifikationsspielen genutzte Ball stammt ebenfalls von Adidas und trägt den wenig kreativen Namen „Euro Qualifier Official Match Ball“.

em-2016-spielball


nach oben